365FarmNet Düngeplanung

Informationen zur Düngeplanung 2019

Im letzten Jahr wurde die neue Düngeverordnung in Deutschland verabschiedet. Eine wichtige Neuerung ist die Dokumentation der Nährstoffbedarfsermittlung der einzelnen Kulturen bevor Nährstoffe auf die Flächen ausgebracht werden.

Die 365FarmNet Düngeplanung ist ein automatisiertes Programm, in der auf Basis z.B. der eingepflegten Schlagdatei des Agrarantrags genaue Ergebnisse zur Nährstoffbedarfsermittlung ausgegeben werden.

365FarmNet kooperiert hierbei mit dem Geoinformationsdienst in Göttingen, der gleichzeitig das Düngeplanungsprogramm für die Landwirtschaftskammer Niedersachen zur Verfügung stellt. Bitte beachten Sie, dass bundeslandspezifisch zusätzliche Sonderregelungen gelten könnten. Sprechen Sie deshalb die ermittelten Ergebnisse mit Ihrem Berater oder der zuständigen Behörde ab.

365FarmNet berücksichtigt folgende Änderungen
für die Nährstoffbedarfsberechnung 2019

Unterteilung der Planungsübersicht in Bedarf und Mittel, neue Spalten für Rohproteingehalt im Grünland und Herbstdüngebedarf sowie automatische Berechnung des Nährstoffbedarfs.

Einführung von Pflichtfelder für Angabe der Humusklasse, Phosphorgehalt, Vorfrüchte und aktuell angebaute Fruchtarten und ihre Erträge und der Status der Erntereste.

Eintragung von Kompostdüngungen der letzten drei Jahre und die organische Herbstdüngung im Vorjahr

Funktionsumfang

  • Nach Dateneingabe erzeugt das Programm eine genaue Übersicht, wieiviel Nährstoffe der Landwirt auf den Flächen ausbringen darf.
  • Mit dem Zufügen von Düngemittelmengen reduziert sich der ermittelte Nährstoffbedarf in der Übersicht immer weiter bis er sich bei „0“ befindet. Ein einfaches Ampelsystem zeigt überhöhte Düngermengen in Rot an.
  • Planungsergebnisse können ausgedruckt und abgeheftet werden, so dass die Dokumentationspflicht erfüllt wird und eine Revisionssicherheit bei Betriebsprüfungen gewährleistet ist.
  • Planung erfolgt auf Basis aller aktuellen Pflichtangaben der Landwirtschaftskammer Niedersachen, so dass keine wichtige Einflussgröße verloren geht.
  • Erstellung einer schlagbezogenen Düngebedarfsermittlung nach neuer DüVo auf Grundlage von Niedersachsen.
  • Ermittlung des Nährstoffbedarfs der geplanten bzw. bereits angebauten Kultur sowie Nährstoffzufuhr durch die geplanten bzw. ausgebrachten Düngemittel.
  • Ermittlung der optimalen Düngemittelmengen.
  • Bereitstellung von schlag- bzw. betriebsbezogene Reports als Dokument im PDF-Format.

Wie erstelle ich meine gesetzlich geforderte Düngeplanung?

Düngeplanung – Was ist zu tun?

Unter dem Punkt „Planen“ finden Sie den Menüpunkt „Düngung“.
In der Tabellenansicht erfassen Sie die angebaute Kulturen (1) für das Erntejahr mit der angestrebten Qualität, sowie den erwarteten Zielertrag auf diesem Schlag (2). Für die Nährstoffbedarfsberechnung müssen zu dem Schlag zusätzlich der Nmin-Wert (3) und ggf. die N-Sollwert Korrektur (4) ergänzt werden.

Wie ermittle ich den Düngebedarf?

1) Ergänzen Sie weitere notwendigen Informationen durch Klick auf den schwarzen Pfeil (1) oder auf das gelbe Ausrufezeichen (2).
In der Detailansicht pro Schlag erfassen Sie alle gesetzlich geforderten Angaben. Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden. (1) Werden in Ihrem Betrieb organische Düngemittel eingesetzt, tragen Sie bitte auch die Angaben zur org. Düngung des Vorjahres (ohne Herbstdüngung) (2) bzw. bei Kompost (3) der letzten drei Jahre ein. Beachten Sie, dass die Herbstdüngung mit organischen Düngemitteln (4) zur Vorfrucht gesondert angerechnet wird und daher separat erfasst werden muss.
Die Auswahlliste der organischen Düngemittel ist identisch mit der von Ihnen unter Menüpunkt „Verwalten – Düngemittel“ angelegten Düngeliste (2-4). Haben Sie alle Angaben getätigt, drücken Sie bitte auf „Speichern“ (5). Um den nächsten Schlag zu erfassen, klicken Sie auf „Zur Planungsliste“ (6).

Wie optimiere ich meine Düngung?

Wechseln Sie nun in die Ansicht „Mittel“ um den notwendigen Düngebedarf optimal zu ermitteln. Der Nährstoffbedarf (1) für den Schlag wurde automatisch berechnet. Klicken Sie auf „Düngemittel hinzufügen“ (2) um passende Düngemittel auszuwählen. Hier stehen Ihnen die von Ihnen unter „Verwalten- Düngemittel“ angehakten Mittel zur Verfügung.
Die hinzugefügten Düngemittel stehen Ihnen nun rechts neben der Nährstoffbilanz zur Verfügung (1). Tragen Sie die gewünschten Düngermengen ein, wechseln Sie in das nächste Feld, die Nährstoffbilanz ändert sich. Ein Zuviel an Nährstoffen wird „Rot“ signalisiert. (2). Speichern Sie Ihre Angaben zum Schluss.

Was muss ich bei Grünland beachten?

Für Grünlandbetriebe und im Futterbau müssen für die Dauerkulturen zusätzlich Werte für den Leguminosenanteil (1) und den Rohproteingehalt (2) für diesen Standort hinterlegt werden.

Wie bereite ich meine Düngeplanung nach DüV für die Kontrolle vor?

Im Anschluss klicken Sie bitte auf „Berichte anfordern“ und Sie gelangen in eine Maske mit allen Übersichten als PDF Dokumente. Unter dem Bericht „Düngebedarfs und -empfehlung“ (1) erhalten Sie die gewünschte Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphor.
Alle Angaben zur Düngebedarfsermittlung finden Sie nun in dem Bericht „Düngebedarf und -empfehlung“.

Ich bin neu bei 365Farmnet, welche Angaben müssen vorab erfasst werden?

Bevor Sie die Düngeplanung erstellen können, müssen die Schläge und die von Ihnen eingesetzten Düngemittel in 365FarmNet erfasst werden.
Unter dem Menüpunkt „Verwalten“ können sie die Schläge (1) Ihres Betriebes aus dem Agrarantrag importieren (2).
Aktivieren Sie die Düngemittel, in dem Sie den Schalter nach rechts schieben (1). Die Analysenwerte der Nährstoffgehalte (2) Ihrer organischen Dünger können Sie links aktualisieren.

365FarmNet Hilfestellung

Hilfestellung für den Datenimport in Ihre 365FarmNet Düngebedarfsermittlung

Sie erreichen unseren Kundenservice Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr unter der EU-weiten kostenfreien Servicehotline 00800 365 365 36. Auch von außerhalb Deutschlands können Sie diese Servicehotline kostenfrei anrufen. Oder schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an support noreply@spam.no 365FarmNet.com.

FAQ - Weitere Antworten auf Ihre Fragen

Welche Daten werden aus 365FarmNet übernommen?

Für die Nährstoffbedarfsberechnung und Düngeplanung werden aus 365FarmNet Informationen zum Schlag, zur Bodenart und Humusklasse übernommen. Auch die bereits ausgewählten Düngemittel  (Verwalten - Düngemittel) stehen für die Düngeplanung zur Verfügung.

Warum muss die angebaute Kultur ausgewählt werden?

Der Düngebedarf der Frucht ist abhängig von der angestrebten Qualität. Deshalb hat die GID (Geoinformationsdienst) eine eigene Auswahlliste für die Früchte inklusive Qualität entwickelt. So gibt es zum Beispiel Winterweizen in den Güteklassen A/B bis E oder als Ganzpflanze.

Wählen Sie die Frucht mit der von Ihnen angestrebten Qualität aus.

Wo bekomme ich die Werte für Nmin für meinen Betrieb?

Düngeverordnung kompakt: Die neue Düngeverordnung (PDF)

Baden- Württemberg:
Nmin-Werte (PDF)
Bayern:
Nmin-Werte (PDF)
Brandenburg:
Nmin-Werte
Hessen:
Nmin-Werte (Website)
Mecklenburg-Vorpommern:
Nmin-Werte
Niedersachsen:
Bitte klicken Sie anschließend auf die Berichte für die Richtwerte aus dem 5-jährigen Mittel. https://www.lwk-niedersachsen.de

Nordrhein- Westfalen
: Aktuell hält die Landwirtschaftskammer nur Werte für das Jahr 2018 bereit. Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Stand unter: www.landwirtschaftskammer.de (PDF)

Rheinland- Pfalz
: Aktuell werden durch das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinland- Pfalz nur Werte aus 2018 zur Verfügung gestellt: www.pflanzenbau.rlp.de (Website). Bitte wenden Sie sich für aktuelle Werte an die Landwirtschaftskammer: www.lwk-rlp.de (Website)

Saarland
: Aktuelle erhalten Sie bei der Landwirtschaftskammer Saarland nur Werte aus 2018: Nmin-Werte. Bitte informieren Sie sich über aktuelle Werte unter: www.lwk-saarland.de (Website)

Sachsen
: Aktuell stellt das Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie nur Werte aus 2018 zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich für aktuelle Werte an das Landwirtschaftsamt unter: www.landwirtschaft.sachsen.de (Website) / Ergebnisse aus 2018 (PDF)

Sachsen- Anhalt
: Aktuell hält die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt nur die Werte für das Frühjahr 2018 bereit. Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Stand.

Schleswig-Holstein
: Derzeit liegen nur vorläufige Werte vor. Bitte erfragen Sie aktuelle Werte bei der Landwirtschaftskammer: www.lksh.de (Website)

Thüringen:
Nmin-Werte

Was ist die N-Sollwert Korrektur?

Mit der N-Sollwert Korrektur kann der Nmin korrigiert werden, wenn auf Grund von nachträglich eintretenden Umständen (insbesondere Bestandsentwicklung oder Witterungsereignisse) Zuschläge auf Nmin nötig sind. Sprechen Sie mit Ihrem Berater, wie hoch die Zuschläge für die Flächen angesetzt werden müssen.

Wo finde ich die Angaben zum Leguminosenanteil im Grünland?

Die Ermittlung des Stickstoffbedarfs beim Grünland hängt von der Ertragserwartung, Schnitthäufigkeit und dem Leguminosenanteil ab. Folgende Standardwerte legt die Düngeverordnung zugrunde (Anlage 4 Tabelle 12 DüV).

Links:
Download Tabelle 12 (PDF)

Welche Werte muss ich für Grünland für den Rohproteingehalt angeben?

Die Ermittlung des Stickstoffbedarfs beim Grünland hängt von der Ertragserwartung, Schnitthäufigkeit und dem Rohproteingehalt ab. Folgende Standardwerte legt die Düngeverordnung zugrunde:
Quelle: www.gesetze-im-internet.de

In Anlage 4 Tabelle 9 DüV sind die Standardwerte für den Rohproteingehalt des Grünlands hinterlegt.
Die Standardwerte müssen in einem nächsten Schritt, sofern notwendig, an die betrieblichen Gegebenheiten angepasst werden (Anlage 4 Tabelle 10 DüV).

Links:
Download Tabelle 9 (PDF)
Download Tabelle 10 (PDF)
www.gesetze-im-internet.de